Uwe E. Rembor - Interim Executive für

Restrukturierung und Vertriebsoptimierung

Rembor's Restrukturierungs Rategeber ist ein Blog für Manager, die sich mit Restrukturierung, Sanierung, Turnaround oder ganz einfach mit Optimierung, Maximierung und Verbesserung ihrer unternehmerischen Prozesse beschäftigen.


Neueste 5 Einträge

  • 7 Top-Tipps für Tipp-Top Führungsverhalten
  • Sie doch nicht! Selbst-Test für toxische Chefs.
  • Der Standort Deutschland verliert an Boden. Wie Restrukturierer helfen können.
  • Personalauswahl 2023
  • Diese drei Eigenschaften motivieren Ihr Team – und kosten keinen Cent!

Keine neuen Kommentare

  • Keine Kommentare

2023-01-25

7 Top-Tipps für Tipp-Top Führungsverhalten

1.) Top Chefs führen Top Teams

Sind Sie ein richtig guter Leistungsträger und führen ein Team, das eher befriedigende Leistungen erbringt. Sind Sie dann trotzdem ein exzellenter Chef? Nein. Als Leistungsträger in einer Führungsrolle sind Sie erst dann exzellent, wenn Sie Ihren Job gut machen. Und Ihr Job als Führungskraft ist es, ein leistungsfähiges Team aufzubauen und Ihre Leute so zu fördern, dass alle an einem Strang ziehen.

AdobeStock_247860031.jpeg

2.) Die anderen dürfen anders sein

Leistungsträger denken und arbeiten in einem hohen Tempo. Und sind irritiert, wenn andere da nicht mitkommen oder ganz anders reagieren als erwartet. Die meisten von uns denken: „Die anderen sind so wie ich, deshalb müssen sie auch so reagieren, wie ich es erwarte.“ Aber Führungskräfte brauchen eine hohe Sensibilität dafür, dass die anderen Menschen nicht alle so gestrickt sind wie sie selbst.

3.) Mitarbeiterpotential nutzen

Es gibt Führungskräfte, die defizitorientiert denken – die überall entdecken, was ihre Mitarbeiter alles nicht können oder welche Schwächen sie haben. Das Gegenteil: Eine Führungskraft, die ihren Leuten eine wertschätzende Haltung, Offenheit und Vertrauen entgegenbringt. Die schaut, wo bei den Mitarbeitern noch versteckte Potenziale sind, die das Team und deren Leistung verbessern können. Die Ernte dieses Chefs wird sicherlich „reich“ ausfallen. Er wird eine Mannschaft haben, die aus eigener Motivation viel leistet und die Ziele mit vorantreibt.

4.) Führung durch Vorbild

Wie soll es gelingen, wenn ich von meinem Umfeld etwas erwarte, was ich selbst nicht bereit bin zu tun? Die Glaubwürdigkeit sinkt im Sturzflug. Die Authentizität der Führungskraft spielt hier eine Schlüsselrolle: also überzeugt führen und selbst Vorbild sein und auch selbst leben, was von den Mitarbeitern eingefordert wird.

5.) Vertrauen ersetzt Anwesenheitskultur

Heute geht es nicht mehr anders: Die Mitarbeiter sitzen an unterschiedlichen Orten, manchmal sogar über den Globus verteilt. Doch oftmals ist es immer noch schwierig die Geschäftsleitung davon zu überzeugen, dass heute nicht mehr die Anwesenheit der Mitarbeiter relevant ist, sondern ihr Handeln und die Arbeitsergebnisse. Ein erster Schritt kann hier sein, sich noch klarer auf Ziele und Ergebnisse zu fokussieren. Dann ist es nicht mehr wichtig, wo wer ist.

6.) Fehler ermöglichen

Ohne dass Mitarbeiter neue Kompetenzen erwerben, wird agile Führung nicht gelingen. Lernen heißt Fehler machen dürfen. Schaffen Sie eine fehlerverzeihende Unternehmenskultur.

7.) Verantwortung übernehmen und abgeben

Wer führen will, muss Verantwortung übernehmen, Verantwortung abzugeben und Konflikte auszuhalten. Ohne Verantwortung zur Führung ist agile Führung nicht machbar.

Wenn Sie einen Experten brauchen, der Ihre Mitarbeiter zu einem Hochleistungsteam entwickelt und Best Practice Leadership einführt, dann holen Sie sich den Superhelden Konfigurator: http://interimsmanagement.biz/kontakt/

Author - 14:50:17 @ Führung | Kommentar hinzufügen

2023-01-23

Sie doch nicht! Selbst-Test für toxische Chefs.

1. Fehlende Förderung: Sie wissen nicht und es interessiert Sie nicht, welche beruflichen Ziele Ihre Mitarbeiter verfolgen, und Sie fördern sie nicht entsprechend.

2. Falsche Kommunikation: Sie haben eine unklare Kommunikation und erleben immer wieder Missverständnisse.

3. Mikromanagement: Sie übernehmen (alle) Aufgaben lieber selbst, anstatt sie zu delegieren, weil Sie sie dem Team nicht zutrauen.

4. Fehlendes Verantwortungsbewusstsein: Sie gestehen sich selbst keine Fehler ein und übernehmen auch keine Verantwortung für jene der Mitarbeiter.

5. Launenhaftigkeit: Sie lassen Ihren Launen freien Lauf, vor allem in negativer Form.

6. Desinteresse: Sie haben weder Zeit noch Lust, um sich den Problemen der Teammitglieder anzunehmen.

7. Kein Feedback: Sie nehmen sich keine Zeit, um den Mitarbeitern zumindest ein- bis zweimal jährlich Feedback zu geben.

8. Überheblichkeit: Sie begegnen den Mitarbeitern nicht auf Augenhöhe, sondern pflegen einen autoritären Führungsstil „von oben“ ohne Mitsprachrecht oder Kompromisse.

9. Fehlende Empathie: Sie lässt es kalt und Sie zeigen keine Toleranz, wenn es Mitarbeitern schlecht geht oder sie nicht die gewünschte Leistung erbringen – ungeachtet der Gründe.

10. Abwesenheit: Sie sind nur selten im Büro anwesend, haben keine Ahnung was dort vor sich geht und auch keine allzu gute Beziehung zu den Teammitgliedern.

11. Unentschlossenheit: Sie haben Schwierigkeiten damit, Entscheidungen zu treffen und überlassen die Führung dann gerne den Mitarbeitern oder anderen Personen.

12. Mangelnde Wertschätzung: Sie sprechen niemals Lob aus und zeigen auch keine Wertschätzung in anderer Form, beispielsweise durch Gehaltserhöhungen oder Beförderungen.

13. Unangemessene Kritik: Sie kritisieren oft und gerne, wobei Sie sich manchmal sogar im Ton vergreifen.

14. Vetternwirtschaft: Sie haben Lieblinge und ziehen einige Mitarbeiter den anderen vor, auch wenn es ungerecht erscheint.

15. Unehrlichkeit: Sie legen keinen Wert auf Ehrlichkeit und lügen Ihr berufliches Umfeld an, wenn Sie dadurch bekommen, was Sie wollen.

Sie erkennen sich dummerweise doch? Sie wollen das ändern? Coaching gefällig? Dann ein Kostenloses Erstgespräch Gespräch suchen

#Menschenführung #Leadership #toxischeChefs #Management

Author - 10:58:07 @ Führung | Kommentar hinzufügen

2023-01-19

Der Standort Deutschland verliert an Boden. Wie Restrukturierer helfen können.

Deutschland befindet sich in der aktuellen Rangliste auf Rang 18 und büßt gegenüber dem Vorjahr vier Plätze ein.

Dieser im aktuellen Länderindex erarbeitete Befund zur Position Deutschlands bietet erheblichen Anlass zur Sorge. Unternehmen sind in Deutschland im internationalen Vergleich mit höheren Steuern, höheren Regulierungslasten und höheren Energiekosten als an den meisten anderen Standorten konfrontiert. Noch dazu bieten andere Industriestaaten mit vergleichbar hohen Arbeitskosten zumeist eine höhere Produktivität in Kombination mit einer besseren Leistung des Bildungssystems.

Der Länderindex als Vergleich von 21 Industriestaaten erstellt im Auftrag der Stiftung regelmäßig das Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW in Mannheim – unter der Leitung von Professor Dr. Friedrich Heinemann. Dies geschieht seit 2006 mittlerweile zum neunten Mal. Seitdem ist Deutschland um sechs Rangplätze abgerutscht.
Deutschland befindet sich in der aktuellen Rangliste auf Rang 18 und hat sich damit gegenüber der Vergleichsrechnung für das Jahr 2020 um vier Plätze verschlechtert.

Insgesamt zeichnet der Länderindex Familienunternehmen jedoch ein ernüchterndes Bild des deutschen Standorts. Auch abseits des Themas Energie lassen sich keine Standortfaktoren finden, bei denen eine klare Aufwärtsbewegung zu verzeichnen wäre. Der mit Abstand größte Aktivposten des deutschen Standorts bleibt der Bereich der Finanzierung, in dem Deutschland die Spitzenposition einnimmt.

Schwach sind demgegenüber die Ergebnisse in den Bereichen „Steuern“, „Arbeitskosten, Produktivität, Humankapital“, „Energie“ und vor allem „Regulierung“. Die Beurteilung der Regulierungslasten in Deutschland hat sich dabei noch einmal verschlechtert. Offenbar haben sich hier die Erfahrungen mit dem regulativen Management der Pandemie ungünstig ausgewirkt.
DWO-WI-Standort-D-Wettbewerbsranking-pd-jpg.jpg

Im Zeitverlauf lässt sich ablesen, dass sich Deutschland insbesondere bei Steuern, Regulierung und Infrastruktur negativ entwickelt hat. Auch das Verhältnis Arbeitskosten und Produktivität zeigt einen ungünstigen Trend im Vergleich zu den Wettbewerbern. Bei der Steuerlast für Familienunternehmen rangiert Deutschland weiterhin auf dem vorletzten Platz;

Gerade erfahrene Restrukturierungsexperten können deutschen Unternehmen helfen, wieder wettbewerbsfähig und resilient zu werden. Wenn die Kosten zu hoch sind, müssen die Umsätze hoch, die Ausgaben runter und die Effizienz verbessert werden.

Und genau das sind die Kernkompetenzen von Restrukturierern. Ob Betriebsverlagerung in kostengünstigere Produktionsstandorte wie die Tschechische Republik, Wales oder Portugal, ob Senkung der Lohnkosten um 15% durch intelligente Vergütungssysteme oder durch Internationalisierung des Vertriebs und so maximale Werks-Auslastung, ob Beschaffung von Förderungen im Dschungel des europäischen Gesetzesdickicht oder ob Stärkung der Marke und Verbesserung der Margen – dass deutsche Unternehmen trotz dieser Standortnachteile immer noch auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleiben können wird oft bewiesen, auch wenn ebenso viele Firmen aufgeben. Es ist machbar, aber man braucht das Know-How von Experten, denn Zeit ist Geld und immer kämpft man gegen die Zeit, denn Veränderungen gehen nicht über Nacht.

#Restrukturierer #StandortDeutschland #Wettbewerbsfähigkeit

Wenn auch Sie Ihre Sorgen und Herausforderungen mit einem Experten besprechen wollen, buchen Die jetzt eine kostenlose & unverbindliche Sprechstunde hier.

Author - 10:25:15 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen

Personalauswahl 2023

Legen Sie mehr Wert auf die richtige Persönlichkeit, auf soft skills, anstatt auf Abschüsse oder Noten.

Ein sozialer Teamplayer bringt für das Unternehmen wertvollere Ergebnisse als ein antisozialer Fachspezialist.

Heute ist Teamwork und soziale Kompetenz gefragt. Denn Geschäfte machen Entscheider mit Menschen, die ihnen sympathisch sind, nicht mit Menschen die unsympathisch, aber hochqualifiziert sind.

So einfach ist die Welt.
hierarchy-2499789_1920.jpg
#Personalauswahl #EQversusIQ #PeopleSkills

Author - 09:45:24 @ Führung | Kommentar hinzufügen

2023-01-18

Diese drei Eigenschaften motivieren Ihr Team – und kosten keinen Cent!

Für viele Führungskräfte ist Motivation ein Buch mit sieben Siegeln. Mal ist das Team gut drauf, mal läuft es nur schleppend. Ist das wirklich Zufall? Ob Ihr Team motiviert ist, hängt stark von Ihrem Verhalten als Führungskraft ab.

Was sich Mitarbeiter:innen wünschen
Die Wünsche von Mitarbeiter:innen sind manchen Führungskräften ein Rätsel. Das mag auch daran liegen, dass nicht alle Mitarbeiter:innen gegenüber der eigenen Führungskraft den Mut haben, eigene Wünsche klar zu kommunizieren.

Mitarbeitern vertrauen
Mitarbeiter wünschen sich eine Führungskraft, die ihnen vertraut. Vertrauen bedeutet:

- Mitarbeitern Raum geben Fehler zu machen
- Verantwortung und Entscheidungs-Autorität übertragen
- Delegieren
- Kein Micro-Management
- Keine übertriebenen Kontrollen

Offen und transparent informieren
Behandeln Sie Informationen wie eine „Ressource“. Wird sie inflationär und unkoordiniert vor dem Team abgeladen, ist sie eher hinderlich als motivierend. Werden Informationen in gut zu verarbeitenden Portionen zu den Zeitpunkten geliefert, wenn sie gebraucht werden, ist das für das Team sehr angenehm.

Gleichzeitig lohnt es sich, die Qualität der Kommunikation zu prüfen. Es wäre schade, wenn das Team unzufrieden ist, weil Sie schlichtweg nicht verstanden werden.

Wertschätzung
Wertschätzung ist schon seit Jahren ein Thema für Führungskräfte. Die Tatsache, dass sie weiterhin auf der Wunschliste unter den TOP-3 ist, zeigt die Komplexität dieser Verhaltensweise. Dabei kann Wertschätzung ganz einfach sein:
agile-heroes_youtube-thumbnails_teammotivation.jpg
• Begrüßen Sie jede Person im Team täglich mit Blickkontakt, einem Lächeln und dem Namen!
• Kennen Sie das Hobby und die Familiensituation aller Teammitglieder.
• Nehmen Die sich einmal wöchentlich mindestens fünf Minuten Zeit für ein persönliches Gespräch mit jeder Person im Team.
• Gratulieren Sie bis 10 Uhr zum Geburtstag.
• Sagen Sie Danke – auch bei normaler oder schlechter Leistung.

Quelle: Henryk Lüderitz
#Führung #Motivation #Teamleader #Management

Author - 14:58:48 @ Führung | Kommentar hinzufügen

2023-01-16

Das machen wirklich nur die besten Führungskräfte

In Deutschland wird meistens der beste Facharbeiter befördert. Dabei ist nicht jeder, der fachlich glänzt, automatisch ein guter Chef. Und die wenigsten werden von den Unternehmen gut auf die neue Rolle vorbereitet. Mitunter haben sie dann für ihre dezidierten Führungsaufgaben im Alltag auch noch viel zu wenig Zeit – und eigenen Spielraum.

Wer ein Team führt, sollte sich mit diesen drei Grundproblemen von Führung auseinandersetzen: 

1. Immer mehr Leistung erbringen mit immer weniger Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen
2. Immer mehr Wandel in immer kürzerer Zeit
3. Immer mehr Aufgaben und Stress bei gleichbleibender Zeit

Hier meine Top-Tipps die nur die allerbesten Führungskräfte praktizieren:

1. Lernen Sie, professionelles Feedback zu geben und fordern Sie es selbst ein. Stellen Sie regelmäßig diese zwei Fragen: „Nennen Sie mir bitte eine Sache, die Sie an mir gut finden?“ und „Was kann ich aus Ihrer Sicht tun, um ein noch besserer Chef zu sein?“

Das Feedback der Mitarbeiter ist für Chefs deshalb so wichtig, weil sie häufig den Blick für das große Ganze verloren haben. Sehr viele Führungskräfte reflektieren nicht genug und verlieren die Kontrolle. Sie stehen im Wald und schaffen es nicht mehr in die Vogelperspektive zu gehen und den Wald von oben zu sehen.

2. Zugleich sollten Führungskräfte ihre Kräfte auch gezielter einsetzen. Neben dem ganz normalen Wahnsinn des Manageralltags sollte man sich eine Sache vornehmen, die man im Kalenderjahr umsetzen will. Und an dieser Sache arbeitet man dann konsequent Schritt für Schritt.

3. Die Pflege der eigenen Resilienz zu einer Aufgabe machen. Ein gereizter, überforderter Chef, der seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat, der kann erst recht nicht externe Faktoren kontrollieren.
Fuehrungskraft-Eigenschaften-Aufgaben-Definition-Kompetenzen.jpg
#guteFührung #KlasseChef #Management

Author - 07:34:16 @ Führung | Kommentar hinzufügen

2023-01-15

So werden Sie ein besserer Chef

Gerade in schwierigen Zeiten kommt es auf gute Führung an. Aber die wenigsten Chefs machen sich wirklich Gedanken über ihre Führung. Die meisten Führungskräfte haben überhaupt kein Selbstbild. Zumindest verfügen sie über kein klares Führungsverständnis. Wenn man sie fragt, wie sie führen, kommen eher unausgereifte diffuse Antworten. 

Und das ausgerechnet in einer Zeit, in denen es an zu meisternden Problemen gewiss nicht mangelt: Es fehlt allerorten an Personal, die politische Weltlage drückt auf die Stimmung, die Inflation aufs Portemonnaie.
Aber Führungskräfte sind dem oft nicht gewachsen. Das zeigt die Anzahl der Insolvenzen und Restrukturierungen. Sie erkennen die eigenen Grenzen, sind häufig am Limit und das macht nicht unbedingt selbstbewusst. Viele Führungskräfte bis hin zum oberen Management wirken daher verunsichert. Diese Verunsicherung überträgt sich auf die Mitarbeiter, die gerade in unsicheren Zeiten Orientierung beim Management suchen.

Typisch deutscher Fehler. Das schwäbische Lob ‘Net geschimpft, is gnug globt’, das immer noch in vielen Unternehmen praktiziert wird. Dahinter steht die Angst, Lob könnte Mitarbeitern zu Kopf steigen und die könnten dann mehr Gehalt fordern oder aufsteigen wollen. Genau diese Angst ist aber ein Grund dafür, warum sich Unternehmen so schwertun, junge Talente zu gewinnen – und an sich zu binden. Denn die junge Generation wünscht sich nichts mehr als positives Feedback. Und genau das bekommen sie in Deutschland nicht oder zu wenig – und gehen dann.

Erinnern Sie sich an die besten Chefs ihrer bisherigen Karriere. Die zeichneten sich meist über mindestens eine von zwei Eigenschaften aus. Entweder sie haben uns gefordert wie noch nie jemand zuvor. Sie haben uns etwas zugetraut und uns eine Aufgabe gegeben, die an unserer Leistungsgrenze oder sogar darüber lag und gesagt: ‘Du schaffst das!’. Oder wir erinnern uns an Chefs, die menschlich zum Vorbild geworden seien. Idealerweise kann eine Führungskraft beides – Leistungsorientierung und Menschlichkeit.

57742216-business-karikatur-ber-eine-gute-fhrungskraft-zu-sein-.jpg

Author - 10:16:34 @ Führung | Kommentar hinzufügen

2023-01-14

10 Tipps ein großartiger Chef zu sein

#1 Erwartungen klar und deutlich formulieren

Unausgesprochene Erwartungen und wirre Zielvorgaben führen zu Missverständnissen. Es kommt zu Diskussionen, die vermieden werden können – wenn jeder weiß, was von ihm oder ihr erwartet wird und wer für welchen Verantwortungsbereich zuständig ist.

Großartige Führungskräfte sorgen deshalb für transparente Kommunikation. Sie sind in der Lage, ihre Erwartungen mitzuteilen. Wenn es sein muss, dann auch jeden Tag aufs Neue. Denn kein guter Boss verlangt von Mitarbeitern hellseherische Fähigkeiten. Um Missverständnisse zu vermeiden und dem Team die Arbeit zu erleichtern, ist es deshalb Chefsache, die Visionen und Erwartungen so deutlich zu formulieren, dass alle Beteiligten wissen, was Sache ist.

#2: Sie leben Hands-on-Mentalität vor

Wer sein Team großartig führt, ist in der Lage, sich tagtäglich in die Rolle der Mitarbeiter hineinzuversetzen, wenn Not am Mann ist. Dies gelingt nur, wenn Chefs selbst bereit sind, Probleme anzupacken. Sie sind sich nicht zu schade dafür, Aufgaben zu erledigen, die üblicherweise vom Team erledigt werden. Denn so ist es nicht nur einfacher, eine Beziehung auf Augenhöhe aufzubauen. Sondern den Mitarbeitern zu vermitteln, dass alle am selben Strang ziehen und auf gemeinsame Ziele hinarbeiten.

#3: Sie reflektieren Ihre Entscheidungen

Entscheidungen, die das Unternehmen und die Zukunft des Teams betreffen, werden von vorbildlichen, starken Chefs transparent kommuniziert. Mit ihren Beschlüssen gehen sie reflektiert um – denn sie sind sich darüber bewusst, dass eine Entscheidung, die für sie selbst keinen großen Unterschied macht, eine große Bedeutung für Beschäftigte haben kann. Diese Einstellung zeigen sie jeden Tag und beweisen so täglich, dass die Mitarbeiter des Unternehmens wertvoll sind.

Soll das Team zum Beispiel verkleinert werden und sind Entlassungen geplant, geben großartige Chefs ihren Mitarbeitern die Chance, ihre Zukunft abzusichern und den weiteren Karriereweg zu planen. Sie setzen ihr Team nicht vor vollendete Tatsachen.

#4: Sie bedanken sich und zeigen ihre Wertschätzung

Menschen in Führungsposition befinden sich in einem asymmetrischen Verhältnis zu ihren Mitarbeitern. Das bedeutet, dass sie Einfluss und Entscheidungsmacht haben. Ein Boss, der in einer solchen Position dennoch in der Lage ist, Wertschätzung für die Arbeit seines Teams zu zeigen, gehört zu den wirklich Großen.

Deshalb üben sich die besten Chefs in Dankbarkeit. Sie wissen was sie haben und sie sind bereit, es zu zeigen. Ob früher Feierabend, ein freundliches Lächeln, ein persönlicher Gruß: Sie machen sich Gedanken darüber, wie sie dem Team Wertschätzung in Form von kleinen oder auch mal großen Gesten entgegenbringen – und setzen ihre Ideen um.

#5: Sie sind gute Zuhörer und keine impulsiven Herrscher

Etwas, das starke Chefs tun, ist hinzuhören. Impulsive und unüberlegte Reaktionen können Mitarbeiter vergraulen oder in die Enge treiben. Deshalb wissen Beschäftigte Führungskräften zu schätzen, die ihre Impulse kontrollieren. Vorgesetzte, die aktiv zuhören und nicht sofort explodieren, gehören deshalb zu den besten Chefs dieser Welt. Sie wissen, was es bedeutet, auch in schwierigen Situationen respektvoll zu bleiben und mit Bedacht zu handeln.

41pLoKc-dtL.jpg

#6: Sie nehmen sich Zeit für Feedback

Kritik sollte unter vier Augen erfolgen und Mitarbeiter nicht bloßstellen. Deshalb nehmen großartige Leader Zeit für ihr Team. Sie sorgen für die nötige Privatsphäre, um sensible oder vertrauliche Themen anzusprechen.

Wer als Chef glänzen will, weiß vor allem, wie konstruktive Feedbackgespräche funktionieren. Sie bedürfen einer wertschätzenden Grundhaltung, einer sachlichen Argumentation und der Fähigkeit, Änderungswünsche zu formulieren, ohne Vorwürfe zu machen.

#7: Sie sind für ihr Team und ihre Mitarbeiter da

Es ist eine Sache, Mitarbeitern ein offenes Ohr anzubieten. Die andere ist, solche Angebote ernst zu meinen und einzuhalten – denn das macht wirklich großartige Führungskräfte aus. Sie versprechen nicht, alle Probleme lösen zu können. Aber sie begleiten ihr Team und einzelne Beschäftigte täglich dabei, auch schwierige Wege zu meistern. Ein Boss, der echtes Interesse am Wohlergehen seiner Belegschaft zeigt und alles daransetzt, dass Herausforderungen gemeinsam angegangen werden, zeigt sich von seiner besten Seite.

#8: Sie pflegen eine gesunde Fehlerkultur

Die Art, wie Führungskräfte im daily business mit Fehlern umgehen, kann entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sein. Deshalb setzen großartige Führungskräfte täglich auf eine gesunde Fehlerkultur. Sie sehen Rückschläge und Fehler nicht als Hindernis. Vielmehr begrüßen sie diese, um aus ihnen lernen zu können. Diese Einstellung geben sie an ihre Mitarbeiter weiter, damit diese Fehlschläge nicht mit Angst und Versagen, sondern mit Lernbereitschaft und Produktivität verbinden.

Wer es schafft, ohne irrationale Schuldzuweisungen zu arbeiten, nach vorne zu schauen und an Lösungen zu arbeiten, beweist sich als großartiger Chef. Eine positive Fehlerkultur schließt Negativität und das Wegschieben von Verantwortung aus. Jeder, der einen Fehler macht, schaut hin, setzt sich damit auseinander, nimmt die Situation an und lernt daraus.

#9: Sie setzen klare Prioritäten

Mal hier eine neue Dienstanweisung – und mal dort eine Planänderung. Das ist alles in Ordnung. Gute und großartige Führungskräfte wissen aber, was es heißt, klare Prioritäten zu setzen. Zwar erwarten sie von ihren Mitarbeitern ein gewisses Maß an Flexibilität. Indem sie aber deutlich machen, was Priorität hat, und was warten kann, sorgen sie für Klarheit. Auf diese Weise zeigen sie selbst, dass sie genau wissen, was sie wollen und wie sie es gemeinsam mit ihrem Team erreichen. Zugleich können Mitarbeiter zielgerichtet und produktiv arbeiten, ohne mit großen Überraschungen rechnen zu müssen.

#10: Sie geben ihr Bestes, um Mitarbeiter zu fördern

Große Charaktere bieten anderen einen Platz neben sich an, während kleine Charaktere den Ruhm für sich allein beanspruchen möchten. Deshalb sorgen die besten Chefs täglich dafür, dass Mitarbeiter ihr Potenzial entfalten und sich frei weiterentwickeln dürfen. Sie sorgen also regelmäßig dafür, dass Beschäftigte sich von ihrer besten Seite zeigen – und sie lernen selbst dazu. Konkret heißt das: Mitarbeiter dürfen Verantwortung übernehmen, denn ihr Boss vertraut ihnen. Beschäftigte bekommen die Chance, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen – jeden Tag. Teams dürfen kreativ sein, Ideen einbringen und an Entscheidungen mitwirken.

#GreatLeaders #GuteChefs #MotivierteMitarbeiter

Author - 12:07:25 @ Führung | Kommentar hinzufügen

2023-01-13

Bitte hören Sie damit auf!

Große Ziele, ambitionierte Pläne, mit riesiger Motivation stürzen Sie sich in die Umsetzung. Und nach spätestens 3 Wochen ist alles vergessen?

Sie wollten mindestens das Doppelte an Umsatz erzielen. 15 % mehr Produktionseffizienz erreichen. Ihren Vertrieb zu einem Hochleistungsteam umbauen. Pro Monat 20 neue Kunden gewinnen. Und zwischendurch die Welt retten! Hat nicht funktioniert? Kein Wunder, oder?

Wie Sie Ihre Ziele wirkungsvoller gestalten?

Meine Erfahrung: Die meisten Manager nehmen sich viel zu viel vor, und fast alle Vertriebler sind viel zu optimistisch. Und wenn sie Ziele formulieren, sind diese meistens zu vage, zu wenig spezifisch und konkret.
Wie Sie es wesentlich besser machen? Ein sehr wirkungsvoller Kniff besteht darin, sich bei jedem Ziel zwei einfache Fragen zu stellen:

1. Sind wir, mit den jetzigen Ressourcen realistisch in der Lage diese Ziele zu erreichen? Wenn ja, warum haben wir die bisher nicht schon erreicht?

2. Was brauchen wir, was muss getan werden damit wir in der Lage sind dieses Ziel zu erreichen?

Die Antwort auf die zweite Frage ist ein Reality-Check der klar aufzeigen wird unter welchen Umständen es möglich ist, die Ziele zu erreichen. Es ist nämlich so, dass jedes Ziel erreicht werden kann, nur müssen die Umstände stimmen. Wenn Sie sich vornehmen in 3 Wochen eine Baugrube auszuheben und mit einem Kaffeelöffel ans Werk gehen, wird das Ziel nicht erreicht. Wenn Sie aber mit 25 Mann mit Spaten oder gar mit einem Bagger ans Werk gehen, werden Sie Ihr Ziel erreichen.

Kopie-von-Youtube_Wertschoepfung-mit-Onlineangeboten-12.jpg

Nur sieht die typische Jahresplanung in Unternehmen so aus: „Letztes Jahr haben wir x Umsatz gemacht, dieses Jahr brauchen wir Y % mehr. Planen wir das ins Budget!“ Es folgen dann meist noch eine Reihe an Ideen und Initiativen. Aber wenn so einfach wäre, man einfach Alles nur aufschreiben braucht, warum wurde dann dieses Ziel nicht schon längst erreicht?

Wenn Sie einen Manager suchen, der realistisch bewertet was möglich ist und dann die Bedingungen schafft, unter denen auch das Unmögliche möglich wird, sollten wir uns unterhalten.

#Zielsetzung #Allesistmöglich #Planung

Author - 08:15:33 @ Führung | Kommentar hinzufügen

2023-01-12

Warum gerade in der Krise das Unbekannte?

Warum werden gerade in einer Krise Interim Manager eingesetzt? Ist es nicht riskant gerade jetzt Unbekannte Manager zu holen?

Um Unternehmen aus bedrohlichen Krisen zu führen, braucht es spezifische Management-Skills. Eine davon ist Krisenerfahrung. Die hat ein festangestellter Manager aber selten, ein professioneller Saniere der von Krise zu Krise zieht, um diese zu bewältigen, schon. Seit 2 Jahren hören wir von einer Krise nach der andere. Pandemien, Suez-Krise, Ukraine, Supply-Chain Krise. 

Wie schwer die deutsche Wirtschaft von den vielfältigen aktuellen Krisen betroffen ist, scheint bisher noch nicht absehbar. Vieles hängt in den Unternehmen vom Ressourcen- und Energiebedarf ihrer Produktionsprozesse, der Stabilität ihrer Wertschöpfungsketten und der Kapitalintensität Ihres Geschäftsmodells ab. Die Zahl der Insolvenzen steigt ständig.

Die letzte Dekade war gekennzeichnet durch preiswerte Energie, stabile Lieferwege, geringe bis marginale Finanzierungskosten – und einem robusten Arbeitsmarkt.

Die ersten, die auf eine heraufziehende Krise reagieren und den Druck erhöhen, sind die Finanziers der Unternehmen. Bereits heute ist sichtbar, dass die Finanzinstitute und Gesellschafter deutlich kritischer auf aktuelle Forecast-Zahlen und Planungen für 2023 blicken und Prognosen stärker hinterfragen.

Für Unternehmen ergibt sich daraus unmittelbar ein hoher und wachsender Restrukturierungsbedarf. Sofortiges Handeln ist notwendig. Das bedeutet vor allem ein erhöhtes Augenmerk auf den gesamten Finanzbereich, vor allem im Controlling und bei der Liquiditätsüberprüfung.

Zugleich sollten die Firmen die Belastbarkeit ihrer Wertschöpfungsketten harten Stresstests unterziehen und sich präventiv auf weitere Verschärfungen oder neue Krisenphänomene einstellen. Strategische Entscheidungen sollten nochmals hinterfragt und ggf. neu justiert werden. 

Aber wer macht den Job? Wer hat den klaren Blick auf die kritischen Schwachstellen und setzt die Maßnahmen zur Fehlerbehebung und Korrektur konsequent um?

Das hauseigene Management ist in der Regel gut ausgelastet und zudem oft unweigerlich betriebsblind für eigene strukturelle und prozessuale Defizite. Restrukturierung und Sanierung sind in der Regel auch keine Jobs für Unternehmensberater. Denn hier braucht es keine abstrakten Analysen und Strategiepapiere, sondern praxiserprobtes Management-Do-how. Und das ist die klassische Domäne des professionellen Interim Managements.

Ohne Seniorität und spürbare Krisenerfahrung lässt sich kaum jene Überzeugungskraft gewinnen, die es braucht, um alle Stakeholder auch in unangenehmen Situationen bei der Stange zu halten. Nur wer mit Aufsichtsräten, Eigentümern, Investoren und Banken ebenso souverän auf Augenhöhe reden kann, wie mit Mitarbeitern, Personalvertretern und Lieferanten, kann diese herausfordernde Aufgabe erfolgreich bewältigen. 

CoronaKrise-1075x459.jpg

Interim CROs bringen diese Skills mit. Sie kennen die Herangehensweise und die Instrumente, entsprechende Daten aufzubereiten, Parameter richtig zu interpretieren, und hieraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Vor allem wissen sie um die entsprechenden Maßnahmen und Stellschrauben, die es braucht, um in Notsituationen das Steuer herumzureißen oder rechtzeitig gegenzusteuern. Hierzu gehört insbesondere das konsequente Management anhand messbarer und transparenter Kennzahlen. Neben viel Erfahrung, Kommunikationsstärke und guter Menschenkenntnis bedarf es starker Nerven, um sich im Krisenmodus zu behaupten, also dann, wenn sich das Unternehmen in seiner Existenz bedroht sieht und bei manchen Beteiligten bereits die Nerven blank liegen. Hier gilt es, gemeinsam mit dem Management Vertrauen zurückzugewinnen, anzupacken und voranzugehen - und nicht nur Vorschläge zu unterbreiten. 

Author - 14:04:45 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen


E-Mail
Anruf
Karte
Infos
LinkedIn